Gegenargument: Die Ausländer liegen uns auf der Tasche
Soeben ein solides Zitat gefunden, was die Behauptung deutlich widerlegt, die Ausländer lägen uns auf der Tasche herum:
Die sieben Millionen Ausländer in Deutschland stützen den Sozialstaat. Im Durchschnitt zahlen sie nach einer neuen Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) für das Wirtschaftsmagazin Capital pro Kopf 1.840 Euro mehr Steuern und Beiträge an die öffentlichen Kassen, als sie an Transferleistungen erhalten. [...]
Laut Capital (Ausgabe 21/2006, EVT 28. September) zahlte jeder Ausländer im Jahr 2004 durchschnittlich 7.390 Euro an den Staat und erhielt öffentliche Leistungen in Höhe von 5.550 Euro. “Das Stammtisch-Gerede, dass Ausländer auf Kosten der Bundesbürger die Sozialsysteme ausplündern, ist blanker Unsinn”, resümiert IZA-Forscher Holger Bonin gegenüber Capital. Die Studie zeigt allerdings auch, dass die Deutschen mit 2.750 Euro pro Kopf und Jahr unter dem Strich noch mehr in die staatlichen Kassen zahlen als die Migranten. Die Differenz von gut 900 Euro kommt überwiegend dadurch zustande, dass Ausländer weniger verdienen und häufiger arbeitslos sind. Bei Rentnern und Jugendlichen ergeben sich hingegen nur sehr geringe Unterschiede in der Bilanz.
aus Capital (via politischkorrekt.info)
Hervorragend. Ich habe gelegentlich Diskussionen, die argumentativ nicht zu lösen sind, weil schlicht Fakten fehlen. Gerade so parolenhaftes wie “Die Jugendlichen werden immer krimineller” oder eben “Die Ausländer nutzen den Sozialstaat aus” ist oft ganz schwer zu entkräften. Zwar merk ich, dass mir das nicht passt, und das ich das irgendwie anders sehe, aber Argumente braucht es, namentlich Gegenargumente! Das wird eine Serie, glaub ich.










Ach ja…”Die Ausländer” können es dem Stammtischgerede sowieso nicht recht machen: Haben sie keine Arbeit, liegen sie “uns” auf der Tasche, wenn sie verdienen, nehmen sie “uns” die Arbeit weg.
Ich glaube auch, dass man auf der Ebene nicht wirklich dagegegen ankommt, die Fakten sind mehr für einen selbst wichtig, für die eigenen Zweifel, ob nicht doch irgendwie was dran ist…