Garden State
Ohne besonders viel vom Geschichtenerzählen zu wissen, leuchtete es mir ein, als Regisseur/ Hauptdarsteller Zach Braff im Making Off erzählte, dass er sich gegen die klassische Struktur in 3 Akten entschieden hat. Zwar könnte ich in den meisten Filmen nicht genau sagen, wo jetzt welcher Akt ist, aber doch hatte ich bei Garden State das Gefühl, dass das Erleben des Films sich sehr echt anfühlte.
“Good luck exploring the infinite abyss.”
Ich hatte keine bewusste Kenntnis, dass es Filme über twenty-somethings gibt. Obwohl, stopp. Clerks war eigentlich auch so ein Film. Aber trotzdem war ich überrascht. Ich bin ein twenty-something, und die unterschiedlichen Realitäten der Figuren waren mir allesamt sehr vertraut. Was macht man, wenn man die Sachen durch hat, die man machen musste? Nach der Schule, nach dem Studium, nach dem Berufseinstieg? Die kindlichen Vorstellungen der Schritte des Erwachsenwerdens sind vollzogen, und trotzdem bleibt da dieses Gefühl von Unvollkommenheit. Und das soll so sein?

Ich hatte gerade begonnen, eine kurze Inhaltsangabe zu schreiben, aber es gefiel mir nicht. In gewisser Weise ist der Inhalt des Films nicht so wichtig. Es geht mehr um das Gefühl dabei.
“I’m not saying I don’t cry. But in between I laugh.”
Vielleicht ist das auch die Quintessenz dessen, was man als twenty-something so sucht und nicht findet (Inhalt), und was dann der Plan B sein muss (Gefühl). Wenn die Schritte vollzogen sind, hat man endlich die Luft, sich mal mit den Gegebenheiten, vor allem den inneren Gegebenheiten, vertraut zu machen. Zach Braff und Natalie Portman dabei zuzuschauen ist eine große Freude. Und auch wenn ich das Ende etwas kitischig finde, ist Garden State letztlich ein Film über Authentizität und das Leben.
Damit kann er bei mir nur gewinnen. There’s beauty in the breakdown.
PS: Allein für den Soundtrack lohnt sich übrigens das Ausleihen.










Schöner Film, in der Tat. Kam mir allerdings für meinen Geschmack viel zu häufig zu “gewollt” rüber. Und auch wenn das womöglich so beabsichtigt war, hat es doch tiefergehende emotionale “Anteilnahme” bei mir verhindert. Wie gesagt, nicht schlecht, das Erstlingswerk von Braff, aber es fehlten ein paar Sachen.
Echt? Spannend… ich fand ihn gerade besonders authentisch, was man ja durchaus als Gegenteil von “gewollt” betrachten könnte. *shrug*
Perspektiven halt
Allein Portmans Charakter wird ja so dermaßen auf süß, knuffig und liebenswert getrimmt, dass einem imo eigentlich davon ein wenig übel werden müsste. Aber aus unerfindlichen Gründen kann man sich nicht so recht gegen diese Perle des Films wehren. “This song’s gonna change your life.”
Schön übrigens auch der Audiokommentar mit Portman und Braff, welcher an einer Stelle meint: “And this is.. coming up are one of two green-screen shots of the movie. So Natalie could feel right home.”